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Faszientraining ist aktuell in aller Munde und überall sieht man die bunten Faszienrollen.

Viele Sportler, aber auch Nicht-Sportler schwören auf das Faszientraining, aber ist dieser Hype gerechtfertigt? Was sind denn überhaupt Faszien und was soll das Faszientraining bringen? Auf diese und weitere Fragen werden wir im folgenden Artikel näher eingehen und mal schauen, vielleicht bringen wir Dich auch auf den Geschmack, es selbst einmal auszuprobieren.

Was sind Faszien und welche Funktion haben sie?

Faszien bezeichnet man auch als menschliches kollagenes Bindegewebsnetzwerk, das den ganzen Körper wie eine netzartige Struktur durchzieht und ihm Halt, Form und Elastizität gibt. Faszien liegen direkt unter der Haut, schützen den Muskel vor Verletzungen, können ihn stärken und den Körper beweglicher machen.

Ein gesundes Bindegewebe zeichnet sich sowohl durch Festigkeit als auch durch Elastizität aus und hat eine große Bedeutung für die Beweglichkeit des Körper und die Verletzungsanfälligkeit – gerade bei Sportlern, die ihren Körper öfter mal an seine Grenzen bringen.

Sind die Faszien verklebt, da wir sie nicht ausreichend gedehnt und trainiert haben, können Verspannungen auftreten und wir sind anfälliger für Verletzungen wie beispielsweise Zerrungen.

Was ist Faszientraining?

Mit dem Faszientraining wird also gezielt gegen solche Verklebungen des Bindegewebes vorgegangen. Im Gegensatz zu den normalen Dehnübungen, die viele Sportler bereits in ihr Training eingebunden haben und die den Muskel dehnen, wird beim Faszientrainig somit das Bindegewebe intensiv bearbeitet.

Als Hilfe nimmt man sich hierzu eine sogenannte Faszienrolle oder einen Faszienball und übt Druck auf das Gewebe aus. Dadurch wird die Durchblutung angeregt und die Verklebungen lösen sich. Sind die Faszien stark verklebt, kann dies zu Beginn des Trainings auch mal etwas schmerzhafter sein und es ist ratsam sich langsam heranzutasten. Allerdings bedeuten größere Schmerzen auch mehr oder stärkere Verklebungen und man weiß somit, dass man an genau der richtigen Stelle ist. Mit der Zeit wird der Schmerz aber nachlassen, da sich die Verklebungen lösen.

Bei Frauen sind oft die Oberschenkelaußenseiten stark von verklebten Faszien betroffen, wodurch es an dieser Stelle meistens mehr weh tut als zum Beispiel an den Waden. Allerdings ist es trotzdem eine Überlegung wert, genau hier anzugreifen, da verklebte Faszien an eben dieser Stelle auch die ungeliebte Cellulite begünstigen, die man mit dem gezielten Training zwar nicht unbedingt ganz weg bekommt, aber dennoch vermindern kann.
Also, Augen zu und durch. 😉

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