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Gesundheit kann man nicht „wünschen“, Gesundheit muss man „machen“!

Gesundheit kann man nicht „wünschen“, Gesundheit muss man „machen“!

In dieser konsumüberfrachteten Wohlstandsgesellschaft, wo Maßlosigkeit und Bequemlichkeit die Triebfeder einer ungesunden Lebensweise sind und man möglichst schnell und unkompliziert alles bekommen kann, sind Wünsche das I-Tüpfelchen. Kann ich mir Gesundheit wünschen oder bin ich doch verantwortlich dafür, was ich meinem Körper zumute?

Von der Krankenkasse auf Rezept bezahlte „Fitness“ beim Physiotherapeuten, Schmerztabletten 50 Stück ab 3,00 €, Vitaminpillen, Pulver zum Abnehmen -schöne heile Gesundheitswelt! Volle Wartezimmer bei den Ärzten, die letztendlich Symptome behandeln, jedoch nicht die Ursache. Sich mit aller Gewalt zu sportlichen Höchstleistungen zwingen ohne Grundkenntnisse von Trainingsphysiologie und der eigenen körperlichen Verfassung?

So „macht“ man Gesundheit nicht.

Man pflegt seine Haut, wäscht sich jeden Tag, geht zum Frisör, kurzum jeder pflegt sich. „Gut“ auszusehen ist offenbar ein Grundbedürfnis. Was aber ist mit der Pflege von Herz-Kreislauf, Muskulatur, Stoffwechsel und inneren Organen wie Magen Darm und Leber?  Zuckerüberlastete Müslis, gesundheitsversprechende Fertigprodukte, fruchtzuckerüberladene Getränke, Fett und Salzkonsum in verarbeiteten Wurst-, Fleisch- und Fertigprodukten belasten die inneren Organe und das Immunsystem. Überschätzt wird der Kalorienverbrauch bei sportlicher Betätigung. Ein Kilogramm Fett hat den Energiewert von ca. 9000 kcal im Klartext bedeutet das: Bei 10 kg Übergewicht müssen 90000 kcal an Energie verarbeitet werden. Zu beachten ist der Erhalt von Muskelmasse, denn dies ist stoffwechselrelevant.

Also: Krafttraining gehört immer dazu. Nicht maximale Belastung, sondern ein 90-minütiger Mix von Ausdauer und Krafttraining mindestens dreimal pro Woche ist für den Anfänger optimal. Die Belastung sollte, bei kalorienreduzierter Kost, moderat sein.

Was heißt Gesundheit „machen“ für das gesellschaftliche Umfeld?  Wer seinen Körper langfristig fit hält, muss nicht vorzeitig in Rente oder ins Pflegeheim. Das Thema Gesundheit und Fitness sollte in Schulen als Lerninhalt verankert werde, ebenso mehr Integration von Fitness in der betrieblichen Gesundheitsförderung! Krankenkassen und Pharmaindustrie sind keine Lobby für eine gesündere Gesellschaft – auch die Politik orientiert sich hier an wirtschaftlichen Aspekten.

Deshalb: Eigenverantwortliches Handeln ist gefragt.

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